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VERERBEN

ALLES ZUM THEMA TESTAMENT



Das Grundgesetz garantiert die Testier­freiheit: Durch Testament oder Erbver­trag kann jeder selbst bestimmen, wer sein Vermögen im Todesfall erhält. Dabei muss sich der Erblasser nicht an die gesetz­liche Erbfolge halten. 

Er kann zum Beispiel mit ihm nicht verwandte Personen als Erben einsetzen, die gesetz­lichen Erbteile abändern und Vermächt­nisse oder Testa­ments­vollstreckung anordnen. Diese Regelungen können durch Testa­ment oder Erb­vertrag getroffen werden.
Jedoch kennt  bei bestimmten Personengruppen das Gesetz Pflichtteilsansprüche. 


FORMEN VON LETZ­WILLI­GEN VERFÜ­GUNGEN

 

TESTAMENT

 

Das Testament kann als Einzeltestament oder - von Ehe­gatten oder eingetragenen Lebenspartnern - als gemein­schaft­liches Testament errichtet werden. Obwohl ein Testament auch eigenhändig - also ganz handschriftlich - verfasst werden kann, ist notarielle Beratung und Vorbe­reitung und dessen Beurkundung dringend zu empfeh­len: Eigenhändig errichtete Testamente enthalten nicht selten Unklarheiten oder Fehler, die später Anlass zu Streit geben. Auch andere Vorsorgeinstrumente wie Vollmachten, Pflichtteilsansprüche und viele weitere Aspekte müssen bei der Gestaltung einer Verfügung von Todes wegen beachtet werden. Diese wenigen Beispiele verdeutlichen die juristische Komplexität des Themas.

 


ERBVERTRAG

 

 

Der Erbvertrag ist eine in Vertragsform errichtete Verfügung von Todes wegen. Anders als beim gemeinschaftlichen Testament können auch nicht miteinander verheiratete Personen einen Erbvertrag schließen. Die in einem Erbvertrag getroffenen Verfügungen von Todes wegen können grundsätzlich nur mit Zustimmung beider Ver­trags­­partner geändert werden, nach dem Tode eines Vertrags­partners überhaupt nicht mehr. Diese Bindung ist in vielen Fällen ein sinn­volles Mittel, den Nachlass im Sinne des zuerst Versterbenden zu steuern. In einem Erbvertrag kann aber in weitem Umfang auch eine spätere einseitige Änderung der Verfügungen vorgesehen werden, sofern eine Bindungswirkung gerade nicht gewollt ist. Der Erbvertrag ist also ein äußerst flexibles und indi­vi­duelles Instrument, mit dem die Erbfolge optimal an die Wünsche der Erblasser angepasst werden kann.


Inhaltliche Beratung durch den Notar?

Nicht selten werde ich als Notar gefragt, ob ich auch inhaltlich berate oder ob man sein Testament selbst verfassen müsse oder einen Rechtsanwalt beiziehen muss. Als Notar bin ich Volljurist, habe also ein rechtswissenschaftliches Studium nebst der praktischen Ausbildung (Referendarzeit) absolviert. Damit habe ich die Zulassungsvoraussetzungen für eine Tätigkeit als Rechtsanwalt oder für den Richterdienst erworben.  Als Notar wird man nur bestellt, wenn man diese Ausbildung mit besonderem Erfolg durchläuft. Als Notar spezialisiert man sich besonders im Erbrecht. Im Gegensatz zu Rechtsanwälten, bei welchen es Fachanwälte z.B. für Erbrecht gibt, kennen Notare keinen "Fachnotartitel". Denn Notar sind per se Spezialisten im Erbrecht, da wir aufgrund der Beurkundungserfordernisse im Erbrecht täglich in diesem Rechtsgebiet arbeiten. Als Notar berate ich Sie daher umfassend im Bereich des Erbrechts, erstelle nach ausführlicher Beratung und Eruierung Ihrer Wünsche die erforderlichen Urkunden (z.B. Testament) und gestalte rechtssicher Ihre Erbfolge und die Absicherung Ihrer Erben.

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